Master of Science

Teilmodule

Vorlesung “Evolutorische Ökonomik”

Vorlesung “Wettbewerb und Wirtschaftsordnung”

Vorlesung “Transformative Wirtschaftspolitik” 

Teilmodul 1: Evolutorische Ökonomik

Die Entwicklung von Volkswirtschaften ist eine der zentralen Fragestellungen der ökonomischen Theorie. Ziel der Veranstaltung ist es, verschiedene Indikatoren, Strukturen und Verlaufsmuster der Wirtschaftsentwicklung innerhalb vorhandener theoretischer Erklärungsansätze aufzuzeigen und eine Einschätzung des gegenwärtigen wirtschaftlichen Entwicklungsstandes zu geben, aber auch Hinweise auf mögliche zukünftige Verläufe der wirtschaftlichen Entwicklung zu finden. Im Vordergrund steht die Sichtweise von wirtschaftlicher Entwicklung als dynamischer, evolutorischer Prozess. Diese Sichtweise bedingt, neben der Berücksichtigung "harter" Determinanten des wirtschaftlichen Wachstums, wie Produktivitätszuwachs und Veränderung der Erwerbsbevölkerung, auch die Betrachtung institutioneller Rahmenbedingungen von Wachstumsprozessen und verhaltenswissenschaftlicher Erklärungsansätze.

 

Ansprechpartner und Dozierender: Prof. Dr. Hans Frambach.

Veranstaltungszyklus: Die Veranstaltung findet planmäßig im Wintersemester statt.

Teilmodul 2: Wettbewerb und Wirtschaftsordnung

Ökonomisches Handeln manifestiert sich in spezifischen Ordnungen. Innerhalb der Ordnungskonzeption der Sozialen Marktwirtschaft fungiert Wettbewerb als zentraler Mechanismus, über den sämtliche wirtschaftlichen Entscheidungen im Hinblick auf die Verteilung knapper Mittel bei konkurrierenden Zielsetzungen getroffen werden. Wettbewerb wird dabei als das ökonomische Instrument mit der größten Fähigkeit angesehen, ökonomische Handlungen durchzuführen. Ziel der Veranstaltung ist demnach die Herausarbeitung (Bewusstmachung) der Voraussetzungen und Bedeutung diesbezüglicher fundamentaler Grundprinzipien unter besonderer Berücksichtigung ihrer Auswirkungen für die Herausbildung des Wirtschaftssystems der Sozialen Marktwirtschaft. Im Vordergrund stehen die Funktionen von Utopien und Leitbildern sowie die Voraussetzungen und Grundlagen des Wettbewerbs (u.a. gesellschaftspolitische Funktion, ökonomische Funktion). Da das Wertesystem einer Gesellschaft (Grundwerte) wesentliche ordnungspolitische Relevanz besitzt, wird sich insbesondere den bestehenden Grundwerten pluralistisch offener Gesellschaften zugewendet.

 

Ansprechpartner und Dozierender: Prof. Dr. Hans Frambach.

Veranstaltungszyklus: Die Veranstaltung findet planmäßig im Wintersemester statt.

Teilmodul 3: Transformative Wirtschaftspolitik

Die Welt verändert sich rasant. Der Ruf nach transformativer Politik wird insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Herausforderungen und Implikationen von Klimawandel, Pandemie und Krieg immer lauter. Das Ziel der Veranstaltung besteht folglich darin, sich der Bedeutung und Rolle transformativer Wirtschaftspolitik im Kontext der Nachhaltigkeitstransformation zuzuwenden. Zu diesem Zweck werden Konzepte des Wandels, der Entwicklung und der Transformation sowie deren Eigenschaften analysierend betrachtet und (bisherige) wirtschaftspolitische Strategien und Lösungsansätze im Umgang mit „Nachhaltigkeit“ aufgearbeitet. Im Vordergrund stehen Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung gesellschaftlichen und ökologischen Wandels. Zudem werden Wege, Rahmenbedingungen und Instrumente transformativer Wirtschaftspolitik konstruktiv-kritisch reflektiert. Im Anschluss an die Veranstaltung können die Teilnehmenden so Transformationsherausforderungen und deren Gestaltungsmöglichkeiten kontextualisieren sowie Handlungsalternativen begründet diskutieren und eigenständig entwickeln.

 

Ansprechpartner und Dozierende: Prof. Dr. Dr. h.c. Lambert T. Koch und Dr. Dominik Bartsch

Veranstaltungszyklus: Die Veranstaltung findet planmäßig im Wintersemester statt.