Wissenschaft auf den Punkt gebracht: Mini-Workshop zum Science Slam
Wissenschaft auf den Punkt gebracht: Mini-Workshop zum Science Slam
Am 29. Juni 2026 fand an unserem Lehrstuhl ein Mini-Workshop zum Thema Science Slam statt. Gehalten und organisiert wurde der Workshop von Franziska Hilger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls, die im November 2025 selbst am Science Slam der Bergischen Universität Wuppertal und des Wuppertal Instituts teilgenommen hatte.
Zu Beginn stand die Frage im Mittelpunkt, was einen gelungenen Science Slam eigentlich ausmacht. Nach einer Einführung in die Grundprinzipien und Regeln des Formats wurden Beispiele analysiert und gemeinsam gesammelt, welche Elemente wissenschaftliche Inhalte für ein nicht-fachliches Publikum verständlich, unterhaltsam und einprägsam machen. Dabei ging es unter anderem um Verständlichkeit, Überraschungsmomente, Humor, persönliche Zugänge und die Fähigkeit, komplexe Inhalte auf einen prägnanten Gedanken zu verdichten.
Im Anschluss setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit ihren eigenen wissenschaftlichen Themen auseinander. Sie reflektierten, woran sie aktuell arbeiten, was daran für Außenstehende überraschend, relevant oder irritierend sein könnte. In kurzen Austauschformaten erklärten sie ihre Themen gegenseitig, erhielten Rückmeldungen zur Verständlichkeit und identifizierten Ansatzpunkte für eine publikumsnahe Darstellung.
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die praktische Arbeit mit sprachlichen und performativen Stilmitteln. Nachdem die Studierenden zunächst eine erste Kernbotschaft für ihre Science-Slam-Beiträge entwickelten, stand vor allem das Ausprobieren im Vordergrund: In spielerischen Übungen testeten die Teilnehmenden, wie sich wissenschaftliche Inhalte durch Zuspitzung, Humor, Bilder oder Perspektivwechsel lebendiger und zugänglicher vermitteln lassen. Besonders erfreulich war, dass die erarbeiteten Ideen direkt auf der Bühne ausprobiert und erste kurze „Slam“-Momente vor der Gruppe präsentiert wurden.
Der Workshop zeigte, wie produktiv die Verbindung von wissenschaftlicher Präzision und kreativer Vermittlung sein kann. Die Teilnehmenden entwickelten nicht nur erste Ideen für eigene Science-Slam-Beiträge, sondern schärften zugleich ihren Blick dafür, wie Forschung verständlich, pointiert und publikumsnah kommuniziert werden kann.